RICHARD PAUL LOHSE — ICON Magazine ART
Richard Paul Lohse was a prominent figure in the Zurich Concrete Art movement, alongside artists such as Max Bill, Verena Loewensberg and Camille Graeser. His abstract works, such as Grün – Rote Gruppe mit violettem Zentrum (1954/1974), feature grids of colored squares with modular and serial components. Lohse arranged these elements individually or in groups, usually in contrasting color.. Richard Paul Lohse (September 13, 1902, Zurich – September 16, 1988, Zurich) was a Swiss painter and graphic artist and one of the main representatives of the concrete and constructive art movements. Lohse was born in Zürich in 1902. His wish to study in Paris was thwarted due to his difficult economic circumstances.
Richard Paul Lohse (* 13. September 1902 in Zürich; † 16. September 1988 ebenda) war ein Schweizer Maler und Grafiker und einer der Hauptvertreter der konkreten und konstruktiven Kunst.
Leben
Lohse wurde in Zürich geboren, wo er auch starb. Sein Vater starb bereits 1915, weshalb er und seine Mutter in bittere Armut gerieten. Nach zahlreichen Gelegenheitsarbeiten machte er von 1918 bis 1922 eine Lehre als Reklamezeichner bei Max Dalang an der Kunstgewerbeschule Zürich.
1937 gründete er zusammen mit Leo Leuppi die «Allianz», eine avantgardistische Vereinigung moderner Schweizer Künstler.
Während des Zweiten Weltkrieges war Lohse politisch engagiert. Er unterstützte Emigranten, nötigenfalls auch durch illegale Aktivitäten. In einer antifaschistischen Organisation lernte er seine zukünftige Frau Ida Dürner kennen.
Werk
Als Maler war er Autodidakt und experimentierte mit verschiedenen Stilen. Zu seinem Frühwerk gehören expressionistische Stillleben und Landschaftsmalerei sowie kubistische Bilder. Obwohl er sich fortan hauptsächlich mit der Malerei auseinandersetzte, arbeitete er bis in die 1960er Jahre auch noch als Grafiker für Zeitschriften.
Lohse beschäftigte sich mit dem Kubismus und einzelnen Vertretern des De Stijl. Hier bildete sich der Kern der Stilrichtung heraus, die später «Konkrete Kunst» genannt wurde.
In den 1940er Jahren kam er zur Konkreten Kunst. Ab 1942 befasste er sich in seinen Bildern mit der horizontal-vertikal Gliederung von Farbfeldern modularer und serieller Anordnung. Die Module bestehen aus Quadraten bez. rechteckigen Elementen. Seine Gemälde wurden nach mathematischen Regeln gestaltet. Dieses Ordnungsprinzip findet Analogien in den Tontechniken der Zwölftonmusik.
1947–1955 gestaltete er die Zeitschrift Bauen und Wohnen, ab 1958 als Mitredaktor die in Zürich erscheinende Neue Grafik, wodurch er Bekanntschaft mit Augusto Giacometti, Jean Arp und Le Corbusier machte.
Lohse war Teilnehmer der 4. documenta (1968) und der Documenta 7 im Jahr 1982 in Kassel.
Ausstellungen (Auswahl)
Einzelausstellung (e), Gruppenausstellung (g):
- 1936: Zeitprobleme in der Schweizer Malerei und Plastik. Kunsthaus Zürich. (g)
- 1978: Van Abbemuseum, Eindhoven. (e)
- 1983: Gemeente-Museum, Den Haag. (e)
- 2002: Haus Konstruktiv, Zürich. (e)
- 2019: Konstruktives Kabinett – Max Bill und die Zürcher Konkreten. Kunstmuseum Winterthur. (g)
- 2026: Richard Paul Lohse. Eine Ausstellung des Museums Haus Konstruktiv Zürich in Kooperation mit der Richard Paul Lohse-Stiftung, dem Museo d’arte della Svizzera italiana (MASI) in Lugano, dem Josef-Albers-Museum in Bottrop und dem Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein. (e)
Stiftung
Nach seinem Tod 1988 wurde in Zürich die Richard Paul Lohse-Stiftung errichtet. Dort und in anderen Schweizer Museen ist die Mehrzahl seiner Werke zu sehen.
Film
- 1973: Richard Paul Lohse im Atelier in Zürich. Eine Produktion des Saarländischen Rundfunks/Fernsehen (15 Minuten). Buch und Regie: Klaus Peter Dencker
Weblinks
- Publikationen von und über Richard Paul Lohse im Katalog Helveticat der Schweizerischen Nationalbibliothek
- Literatur von und über Richard Paul Lohse im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Richard Paul Lohse-Stiftung
- Hans Joachim Albrecht: Richard Paul Lohse. In: Sikart
Literatur
- Hans Joachim Albrecht: Farbe als Sprache. Robert Delaunay, Josef Albers, Richard Paul Lohse. Verlag DuMont Schauberg, Köln 1974, ISBN 3-7701-0655-5.
- Richard Paul Lohse-Stiftung (Hrsg.), Hans Heinz Holz, Christoph Bignens, Jörg Stürzebecher, Béla Stetzer, Michael Lenz, Vera Hausdorff: Konstruktive Gebrauchsgrafik: Catalogue Raisonne: Volume 1: Vol. 1 (Lohse Werkverzeichnis). Verlag Hatje Cantz, Hamburg 1999, ISBN 978-3-77570767-1.
- Tobia Bezzola, Taisse Grandi Venturi (Hrsg.): Richard Paul Lohse. Verlag Hatje Cantz, Stuttgart 2025, ISBN 978-3-7757-6042-3.
Einzelnachweise
MASI Lugano Richard Paul Lohse Mostra Arte moderna, Arte
Richard Paul Lohse Swiss Modernism at MASI Ticino
Richard Paul Lohse Hauser & Wirth
Richard Paul Lohse 30 vertikale systematische Farbreihen mit roten
Richard Paul Lohse Swiss Modernism at MASI Ticino
Richard Paul Lohse Swiss Modernism at MASI Ticino
Richard Paul Lohse Alchetron, The Free Social Encyclopedia
Richard Paul Lohse Gallery
Richard Paul Lohse
Lohse, Richard Paul, * 13.9.1902 16.9.1988, Swiss painter, portrait
Richard Paul Lohse MASI Museo d’arte della Svizzera…
Richard Paul Lohse expone en el MASI una retrospectiva sobre el poder
Silkscreen on paper by Swiss artist Richard Paul Lohse 171058
Richard Paul Lohse Verkaufen & Kaufen Werke, Preise, Biografie
Opening Reception ‘Richard Paul Lohse’ Hauser & Wirth
Richard Paul Lohse Le modernisme suisse au MASI Tessin Bienvenue
Farbenergien in vier Richtungen, 1961 Richard Paul Lohse
Lohse, Richard Paul, * 13.9.1902 16.9.1988, Swiss painter, portrait
Richard Paul Lohse 19021988 Tate
(85) Richard Paul Lohse
Richard Paul Lohse 26 February – 26 April 2025 Basel In our gallery Basel gallery, we are presenting an exhibition of paintings and works on paper by the legendary Swiss concrete artist and graphic designer Richard Paul Lohse (1902 – 1988), spanning the 1950s until the 1980s.. Richard Paul Lohse was not merely a painter and graphic artist of radical constructive stringency and astonishing sensual colour energy. He was also a thinker who reflected on his art and society, and who was passionately committed to social justice. In the twentieth century the “two avant-gardes” – the artistic and the political – which so often remained irreconcilable, for once, in Lohse.